Ein Lymphom-Blog

Orthopädie, MRT und Co.

Die letzten Wochen waren von besonderen Herausforderungen geprägt. Nach dem Gichtanfall geht es nun darum, das Ganze nachhaltig in den Griff zu bekommen und gleichzeitig abzuklären, welche Auswirkungen die Gicht im rechten Fuß hat.

Die tägliche Einnahme eines Medikamentes zur Senkung des Harnsäurewertes gehört nun zum Alltag. Ich bin sehr auf das nächste Blutbild gespannt, ob und wie sich das Medikament auswirkt.

Der Besuch beim „Interim-Orthopäden“ während der Gicht-Phase war nicht so erquickend, man kann auch sagen eher enttäuschend (lieb gemeinte 3 von 10 Punkten). Der Besuch beim eigentlichen Orthopäden war wesentlich zielführender. Um der Situation im Fuß auf die Schliche zu kommen, habe ich nun erstmal einen Termin für ein MRT. Bis dahin hat er mir ein Schmerzmittel mit etwas mehr Bums verschrieben. Es ist schon spannend, was es nicht alles gibt.

Über das letzte Wochenende habe ich dann noch eine kleine “Rundreise” in UK absolviert. Der Besuch des Scottish Summit in Aberdeen hat mir noch einmal richtig Schub für mein anderes Projekt gegeben. Ihr erinnert euch hoffentlich. Die News dazu kommen in Kürze.

Auf dem Summit haben mich, auch diesmal, die Sessions rund um “Inclusion, Belonging, or Equality”, am meisten interessiert. Inbesondere die Talks “From Depression to Elation – How the community changed my life” von Chris Huntingford und “How to recognise and deal with the Imposter Syndrome devil on your shoulder” von Dan Barber, haben mich beeindruckt und nachdenklich gemacht. Ich saß in den Sessions und fühlte mich regelrecht ertappt. Es mag sich übertrieben anhören, aber insbesondere Chris hat mir mit seinen sehr persönlichen Schilderungen die Augen geöffnet. Für das Gespräch nach dem Talk bin sehr dankbar. Es sind diese besonderen Momente, die die lange Reise nach Schottland so wertvoll für mich machen.

Die beiden Tage vor Ort waren auch mental anstrengend. Früher hätte ich das gar nicht so wahrgenommen bzw. mir eingestanden. Ich bin froh, dass sich das inzwischen für mich geändert hat. Die anderthalb Tage in Bournemouth im Anschluss an den Summit kamen zum “Decompressing” gerade recht. Den Blick über die Wellen der Kanalbrandung schweifen zu lassen und “I am the Sea” von The Who in den Ohren zu haben, haben ihr Übriges getan.

Bleibt gesund.

Wir sehen uns.

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