Manche Zeit ist einfach eine Zeit, die heilt, die gut tut.
Manchmal plant man es gar nicht im Voraus, sondern merkt es erst beim Abschied. Und manchmal ist selbst so überrascht und überwältigt, dass man es gar nicht genug zum Ausdruck bringen kann, wenn man sich verabschiedet.
So geschehen am letzten Wochenende.
Mir wurde eine wunderbar entspannte Zeit mit guten Freunden zum Geschenk. Freundschaft bedeutet so viel. Und sie tut so viel.
Als besonderes Geschenk haben wir zwei Abende mit bester Open Air Live-Musik erleben dürfen. Musik, insbesondere LIve-Musik, hat für mich noch einmal ganz besondere Bedeutung. Am ersten Abend waren die drei Bands auf der Hauptbühne schon ein Erlebnis. Kein der drei Bands hatte ich vorher live gesehen. Es war durchgängig druckvoller Sound (H-BLOCKX, Nothing But Thieves, Biffy Clyro), der den Kopf und die Seele freigepustet hat. Was aber eine ganz besondere Erfahrung war, waren die Live Acts auf der Talentbühne. Am zweiten Abend haben wir genau nur das gemacht. Neue Musiker:innen und deren Sounds kennengelernt, die so emotional berührend war. Es gibt so viel verdammt gute Musik da draußen.
Aber jenseits von Freundschaft und Musik gab es noch eine ganz besondere Komponente der Heilzeit.
Am letzten Tag sind wir zu einem Aussichtsturm, der im Anflug auf einen Flughafen platziert ist, gewandert. Mutig genug, nach so langer Zeit, sind wir los. In Hoffnung auf nicht ganz so anstrengende Etappen wurden wir beide doch überrascht. In mir wurden Erinnerungen an Japan (Treppenstufen) und den South West Coast Path (Stufen, nur anders) geweckt. Ja, es war anstregend, aber anstrengend im positiven Sinne. Es hat mir gezeigt, dass, mit ausreichend Pausen, es wieder möglich ist, zu wandern. Die Kondition kommt zurück. Und ja, Flugzeuge scheinen ein adäquates Lockmittel zu sein.
Bleibt gesund. Achtet auf euch.
Wir sehen uns.




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