Diese Woche stand ganz im Zeichen der Haare bzw. dem, was davon übrig ist (war). Eigentlich war der Plan, dass es durch die Chemotherapie zu keinem Haarausfall kommt. Nun reagiert jeder Körper anders auf die Medikamente der Chemotherapie. Und meiner hat sich dazu entschlossen, das Haupthaar gehen zu lassen. Interessanterweise gilt dies auch für die Barthaare. „Faszinierend“, ist meine passende Reaktion dazu.
Als jemand, der sich sowieso schon als Sommerhaarschnitt eine drei Millimeter Frisur machen lässt, im Vergleich zu warmen vier Millimetern im Winter, war der Schritt zu Null Millimetern nicht mehr weit. Mit jedem Abtrocknen der Haare gaben in der letzten Woche mehr und mehr Haare ihr Dasein auf. Das Ganze sah zum Schluß auch nicht mehr wirklich schön aus. Ich habe mich daher in die Hände meines Friseurs begeben, der selbst auch eine Glatze trägt (jedoch aus anderen Gründen). Ich hatte damit gerechnet, dass mich die Rasur emotional trifft. Aber es war dann doch nur ein weiterer Besuch beim Friseur. Vielleicht wäre es anders verlaufen, hätte ich noch die wilde Krause auf dem Kopf wie in jüngeren Tagen. Ich musste mich dem Kahlschlag nicht alleine stellen. Ich hatte Unterstützung, die mich im Fall der Fälle aufgefangen hätte.
Die neue Frisur bringt ein neues Bild mit sich. Nun ist es wirklich für jeden deutlich sichtbar, dass irgendetwas nicht so ganz richtig ist. Aber das ändert absolut nichts an meiner positiven Einstellung bei meiner Reise mit dem Lymphom.
Die Haare kommen wieder. Davon bin ich überzeugt. Aber mal sehen, vielleicht finde ich ja auch Geschmack an der neuen und pflegeleichten Frisur.




Hinterlasse eine Antwort zu Mel Antwort abbrechen