Nun ist es erst einmal vorbei. Die Cocktail der letzten Chemotherapie ist in die Blutbahn gelaufen. Das Wetter spielt gerade nicht so sehr mit und zeigt sich nicht von seiner unterstütztenden Seite. Die drückende Schwüle schlaucht. Punkt.
Und zu allem Überfluss durfte ich ein neues „Erstes Mal“ ausprobieren. Die Blutwerte waren nicht umfassend prall, daher war eine nachträgliche Selbstmedikation in Form einer selbst zuverabreichenden Spritze notwendig. Mal sehen, wie ich die überbordende Medikamentenfülle dieser Woche verarbeite.
Die letzte Chemo bringt eine körperliche Müdigkeit mit sich, die mir vor Augen führt, dass so eine Chemo, bzw. deren sechs, kein leichtes Unterfangen ist. Vielleicht führe ich mal eine kleine Summenbildung der einzelnen Medikamte der letzten Monate durch. Mit einer Statistik lässt sich ja fast alles besser aushalten (und auch verstehen). Wir verstehen uns?
Überraschenderweise habe ich noch in dieser Woche einen Termin für ein CT bekommen. In anderen Teilen des Landes sind solche Termine recht rar gesät. Der dann nachfolgende Termin zur Besprechung des Befundes ist dann erst in zwei Wochen. Ich bin gespannt. Ihr auch?
Während der Chemotherapie habe ich mich mit den beiden Therapie-Engeln unterhalten. Sie haben auch gefragt, wie ich mich fühle, was ich denke, was das CT als Ergebnis der Chemotherapie sein wird. Wer mich kennt, ahnt förmlich, dass mir ein „Ich sehe das ergebnisoffen“ auf der Zunge lag. Aber das wäre eine Flucht vor mir selbst gewesen. Ich schaue dem CT-Befund positiv entgegen. Genau das habe ich dann auch gesagt.
Musik ist und bleibt eine meiner existentiellen Kraftquellen, um mental bei der Stange zu bleiben. Am Abend vor der letzten Chemotherapie habe ich mir noch ein wunderbares Musikerlebnis mit Bruce Dickinson gegönnt. Und es hat sich vollends gelohnt. Und dies insbesondere dadurch, einen Künstler auf der Bühne mit so viel Inbrunst und Leidenschaft erleben zu dürfen, der selbst eine besondere Krebserkrankung hinter sich gebracht hat. Diesen Lebensmut und diese Energie erleben zu dürfen überträgt sich auf ganz besondere Weise. Zumindest gilt das für mich.
Wir sehen uns.
Weil immer was geht.




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