Macht das Streben nach Perfektionismus krank?
Nun, so einfach lässt sich nicht sagen. Und es ist natürlich auch eine sehr verallgemeinernde Frage.
Ein Kapitel von Gabor Matés Buch hat mich nachdenklich gestimmt und ließ mich auf mich selbst schauen. Es ist nun nicht so, dass der innere Drang nach Perfektionismus krank macht. Es ist vielmehr so, dass der daraus resultierende Stress, die Botenstoffe im Körper ducheinander bringt. Rückblickend kann ich sagen, dass nun mehr Situationen und die daraus resultierenden Reaktionen meines Körpers mehr Sinn für mich ergeben.
Die für mich größte Herausforderung ist, dass all zu oft 90% (als fiktiv gewählter Wert) Erfüllungsgrad für eine Aufgabe schon vollkommend ausreichend sind, wenn nicht sogar schon eine Art Übererfüllung darstellen. Der Drang nach 100% Erreichung, antrainiert seit der Schulzeit der 80er Jahre, lässt sich aber nur sehr schwer ablegen. Es sitzt bei mir halt immer wieder dieses Teufelchen auf der Schulter, das mir Dinge zuflüstert wie: „Es geht noch mehr“ oder „Das willst du abgeben“.
Das Streben nach Perfektionismus frißt eine ganz Menge Energie und Zeit, unter der Körper und Geist leiden. Und umso größer ist dann die Enttäuschung, wenn ich feststelle, dass sich z.B. doch ein hässlicher Typo eingeschlichen hat. Mal fünfe gerade sein lassen und sich dabei auch noch gut zu fühlen, dass ist etwas für meinen Lehrplan mit mir selbst.
Zweiter Kontrolltermin
Der zweite Kontrolltermin beim Hämatologen ist gut verlaufen. Die Befunde der beiden im Mai und Juni durchgeführten Sonographien (aus anderen Gründen), enthielten schon ausreichen Informationen zum Lymphsystem. Somit war keine weitere Sonographie beim Kontrolltermin erforderlich. Auch die Blutwerte spielten mit.
Im Vergleich zum ersten Termin war die emotionale Herausforderung beim Besuch der Praxis nicht so groß. Es scheint, als würde die zeitliche Distanz mehr Ruhe für mich bringen.
Hoffen wir das Beste. Der nächste Termin Kontrolltermin ist dann im Januar.
Passt auf euch auf. Kommt gut durch den Sommer.
Wir sehen uns.




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